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Aktuelles

 4. Wissenschaftliches Symposium zum 11-jährigen Bestehen der Bonner KinderSchutzGruppe

- FORSCHUNG TRIFFT PRAXIS -

am Mittwoch, 27.09.2017 14.00-20.00 Uhr in Bonn


Vortrag Kinderschutzambulanzen

 

Der Bundespräsident besuchte die KinderSchutzGruppe - Anfang September 2015 besuchte Bundespräsdient Joachim Gauck und Frau Daniela Schadt die KinderSchutzGruppe in der Universitätskinderklinik

 

Bonner Kinderschutz-Studie ist erste kooperative AG-KiM Studie - Erfolgreiche Puplikation in Journal of ChildAbuseNeglect

 

Fördergesellschaft stiftet Weiterbildung für Kinderpsychologin und Diagnostik/Therapiezimmer

 

Klinischer Pfad V.a. Kindeswohlgefährdung 1.5 - jetzt online - die Weiterentwicklung des CP in einen Assessment- und stationären Part mit Hinterlegung von Dokumenten - gültig bis 2017 am UKB

 

 

 

Erste deutsche KinderSchutzGruppe nach DIN-ISO zertifiziert

 Tüv Logo

 

Beide Standorte der Bonner KinderSchutzGruppe sind:

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Unsere Geschichte

Die KinderSchutzGruppe des Universitätsklinikums Bonn (UKB) wurde im Jahr 2006 gegründet. Anlass hierzu war den Mitarbeitern am UKB mehr Sicherheit beim Umgang mit Kindern die unter dem Verdacht auf Misshandlung, Missbrauch oder Vernachlässigung in einer Klinik des UKB vorgestellt werden zu geben.

Von Beginn an war die KinderSchutzGruppe multiprofessionell aufgestellt. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehörten KInderärzte, Rechtsmediziner, Kinderpsychologen, Sozialarbeiter und Seelsorger.

Zuerst entwickelte die KinderSchutzGruppe einen bestehenden Aufnahme- und Anamnesebogen weiter. Dann schuf sie eine Handlungsanweisung, im Sinne eines Klinischen Pfades. Daran wirkten bereits weitere ärztliche Professionen und das Klinische Prozessmanagement des UKB mit.

Um den Klinischen Pfad am Universitätsklinikum zu etablieren beschloss der Vorstand des UKB 2007 ihn verpflichtend einzuführen.

Der Klinische Pfad wurde den Mitarbeitern auf der Intranetseite des UKB zugänglich gemacht. Die KinderSchutzGruppe wurde beauftragt ihn den einzelnen Kliniken und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Schon nach kurzer Zeit zeigte sich großes Interesse an der KinderSchutzGruppe im und außerhalb des Klinikums. Eine Internetpräsenz wurde errichtet, Fortbildungsveranstaltungen wurden organisiert und Einladungen zu externen Veranstaltungen wurden wahrgenommen.

Das erste wissenschaftliche Symposium der KinderSchutzGruppe des UKB im Mai 2008 fand sowohl beim Fachpublikum, als auch in den Medien großes Interesse. So wurden mehrere Beiträge in den Printmedien und im Internet veröffentlicht und in Radio und Fernsehen gesendet. Im Vor- und Nachgang des Symposiums erweiterte sich die KinderSchutzGruppe um externe Spezialisten aus Justiz und Medizin.

Ebenfalls im Mai gründete sich in Kassel die erste deutsche wissenschaftliche Vereinigung für medizinischen Kinderschutz. Die AG-KIM, Arbeitsgemeinschaft für Kinderschutz in der Medizin, strebt eine Mitgliedschaft im Konvent der kinderärztlichen Fachgesellschaften an. Aus der Bonner KinderSchutzGruppe waren Professor Dr. Michael Lentze, Dr. Meinolf Noeker und Dr. Ingo Franke Gründungsmitglieder. Dr. Franke wurde in den Vorstand der AG-KIM berufen.

Gemeinsam mit anderen ärztlichen/klinischen Kinderschutzgruppen wird eine Vernetzung angestrebt.

Im Frühjahr 2009 konstituierte sich die Fördergesellschaft der KinderSchutzGruppe mit dem Ziel betroffenen Kindern und Jugendlichen eine optimale Behandlung zu gewährleisten. Hierzu dient neben der Unterstützung von wissenschaftlichen Projekten der KSG, der Hilfe beim Ausbau eines entsprechenden Untersuchungszimmers für mißbrauchte Kinder, auch die Bereitschaft die Arbeit der KSG einem größeren Publikum bekannt zu machen, um so Sponsoren für die Arbeit der KSG zu gewinnen. Erster Präsident der Fördergesellschaft ist der Präsident des Landgerichts Bonn, Kurt Pillmann. Dem Vorstand gehören unter anderen DIrk Vianden, Kanzlei Vianden und Sommer, an.

Die KinderSchutzGruppe richtete die 1. Wissenschaftlichen Jahrestagung der AG-KiM am 26.-27.06.2009 in der Bonner Unikinderklinik aus. Insgesamt nahmen 96 Teilnehmer aus 4 Nationen an dem Kongress teil. Die Eröffnungsreden gestalteten der Rektor der Universität Bonn, Professor Fohrmann, der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Bonn, Professor Lentze und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin, Dr. Herrmann. Die 3 Hauptthemenbereiche waren: Wissenschaft im Medizinischen Kinderschutz, Medizinischer Kinderschutz in den USA und Europa und Finanzierung des Medizinischen Kinderschutztes; desweiteren fanden Seminare und Workshops und ein Block mit freien Vortägen statt. Tagungspräsident war der Sprecher der KinderSchutzGruppe Dr. I. Franke.

Im Nachgang der Jahrestagung vereinigten sich die KinderSchutzGruppe des UKB und der Arbeitskreis Kinderschutz des St. Marienhospitals Bonn zur Bonner KinderSchutzGruppe. Neben regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen wurde die gemeinsame wissenschaftliche Evaluation der behandelten Kinder im Universitätsklinikum Bonn und dem St. Marienhospital beschlossen.

Seit 2010 verfügt die KinderSchutzGruppe über ein eigenes KinderSchutzzimmer. Hier besteht die Möglichkeit Kinder, die unter dem Verdacht auf einen Missbrauch vorgestellt werden, kindergynäkologisch zu untersuchen. Das KinderSchutzzimmer besitzt neben einem Kindervideokolposkop mit Bild- und Datenverarbeitungsprogramm auch eine kindergynäkologische Untersuchungsliege. Mit der Einrichtung des KinderSchutzzimmers gründete sich die Taskforce gegen Kindesmissbrauch. Der Taskforce gehören insgesamt 5 Kinderärzte/chirurgen und 7 Kinderkrankenschwestern an.

Seit 2013 besteht an der Universitätskinderklinik eine spezielle Ambulanz für misshandelte und missbrauchte Kinder, oder solche, bei denen zumindest der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung besteht. Die Kinderschutzambulanz spiegelt den zunehmenden Bedarf nach ambulanter Diagnostik bei Kindern, die keiner stationären Aufnahme bedürfen wider.


Kinderschutzgruppen an Kinderklinken sind in Deutschland wenig verbreitet. Ganz im Gegensatz zu benachbarten Ländern, wie der Schweiz und Österreich. Eine große Tradition haben ärztliche/klinische und andere Kinderschutzgruppen insbesondere in den USA. Dort sind die child protection teams schon lange und erfolgreich sowohl in der Kinder- und Jugendmedizin, als auch in der Jugendhilfe tätig. Dort wo Kinderschutzgruppen bestehen werden sie von öffentlichen und staatlichen Stellen personell und finanziell unterstützt. In Österreich und bereits zuvor in der Schweiz wurden sie verpflichtend in sämtlichen Kinderkliniken eingeführt. Die größte Expertise weist die Züricher Kinderschutzgruppe aus, die im Jahr 2009 ihr 40 jähriges Bestehen feierte.

In den vergangenen Jahren wurden auch in Deutschland mehr und mehr Kinderschutzgruppen an Kinderkliniken gegründet. Mit Stand vom Juli 2014 wurden nahezu 100 Kinderschutzgruppen an deutschen Kinderkliniken und Kinderchirurgien gezählt.

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